Alles über Reitsättel
Der umfassende Ratgeber — von der Passform bis zum richtigen Kauf.
Was macht einen guten Sattel aus?
Ein Sattel erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Er soll dem Reiter einen sicheren, ausbalancierten Sitz ermöglichen — und gleichzeitig den Rücken des Pferdes schonen. Beides gelingt nur, wenn Sattel, Reiter und Pferd zusammenpassen.
Sitzgröße: Wie messe ich richtig?
Die Sitzgröße wird in Zoll angegeben und beschreibt die Länge des Sitzes von der Vorderkante des Sattels bis zur Hinterkante (englisches Maß). Typische Größen für Erwachsene: 16,5 bis 18 Zoll. Für die Messung setzt du dich in den Sattel und prüfst, ob zwischen deinem Steißbein und dem Sattelknochen noch eine Handbreit Platz ist.
Kammerweite: Das wichtigste Maß für das Pferd
Die Kammerweite beschreibt die Breite des Sattelbaums vorne, direkt hinter dem Widerrist. Sie wird in Weiten (W1 = schmal bis W5 = sehr weit) oder in Zentimetern angegeben. Eine falsche Kammerweite ist der häufigste Grund für Rückenprobleme beim Pferd — lieber zu weit als zu eng.
Gebrauchtsattel kaufen: Worauf achten?
Beim Kauf eines gebrauchten Sattels sollte man besonders auf den Sattelbaum achten: Ein gebrochener Baum ist nicht reparierbar. Prüfe ihn, indem du den Sattel vorne und hinten hältst und leichten Druck ausübst — er darf sich nicht verbiegen. Achte zudem auf Risse im Leder, Nähte und den Zustand der Steigbügelleder.
Auf Sattelkreisel profitierst du von 10 Tagen Testphase — genug Zeit, um den Sattel am eigenen Pferd auszuprobieren.